Sport – Der andere Weg zum Anti-Aging?
Wie Sport dem Altern entgegenwirkt
Anti-Aging wird häufig mit Kosmetik und ästhetischer Chirurgie in Verbindung gebracht. Beides stellt die Haut als Träger des Alters-Gesamteindrucks in den Vordergrund. Das alte Sprichwort „Bewegung hält jung“ weist jedoch darauf hin, dass Sport schon immer ein intuitiv empfundenes Mittel zum Jungbleiben war. Doch wie funktioniert das Jungbleiben durch Sport, ist das Sprichwort durch die Wissenschaft bestätigt worden?
Ein gutes Beispiel ist das die modern abgewandelte Form des Wanderns, das Walken. Es findet sich kaum ein Wanderweg zwischen Norwegen und Sizilien, auf dem nicht schon ein paar „Walkende“ gesichtet worden sind. Dieser Sport hat in kurzer Zeit die Massen buchstäblich bewegt. Dies, in Fachausrücken beschriebene „rhythmische, dynamische aerobe Aktivität vorwiegend der großen Skelettmuskeln“ wird nicht nur aus Spaß betreiben, sondern auch, weil man sich zu einen spürbaren Gesundheitseffekt erhofft. Zu Recht, das aerobe Walken optimiert eine Vielzahl von Körperprozessen: So werden beipielsweise das gute Cholesterin (High density lipoprotein, HDL) erhöht und der Zuckerstoffwechsel optimiert, es gibt Hinweise auf die Stabilisierung der Knochenstabilität. Diese äußerlich nicht sichtbaren körperlichen Veränderungen unterstützen das Jungbleiben.
Häufig wird das Fitness Training bei Älteren jedoch infolge der Belastung der Pflege eines Familienangehörigen oder des Partners zurückgestellt. Genau für diese Situation hat eine Studie gezeigt, wie wertvoll das Fitness Training sein kann: Über ein Jahr wurde bei Frauen, die in der Familie als Pflegende tätig waren, die Wirkung des Fitness-Trainings auf die Gesundheit und Lebensqualität untersucht. Das Training bestand aus vier Einheiten pro Woche eines Ausdauertrainings (forsches Gehen) über 30-40 Minuten. Das Ergebnis war beeindruckend: Die selbst wahrgenommene psychische Belastung sank, das Blutdruckverhalten besserte sich ebenso wie der Schlaf.
Neben den detaillierten Veränderungen sind jedoch auch die Wirkungen der Bewegung auf die Gesamtgesundheit untersucht worden. Geringe Fitness hat sich dabei als ein Risikofaktor für Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems und weiterer Organe mit allen Konsequenzen für die Lebenszeit und die Lebensqualität erwiesen.
Viele Studien haben die positive Wirkung des Sports auf für das biologische Alter und die Lebensqualität wesentliche Parameter dokumentiert. Die Daten einer Körperkompositionsanalyse lassen sich in diesem Rahmen besonders gut zur Steuerung der eigenen sportlichen Bemühungen verwenden: So sollte neben dem Gewicht auch immer das Verhältnis von Fett- und Muskelmasse im Blick bleiben.
Literatur
- Anti-aging therapy through fitness enhancement. Clin interv Aging 2006
- Walking to health. Sports Med 1997
- Physical activity for the elderly. Harefuah 2002
- Improvement of physical fitness as anti-aging intervention. Med Clin. 2005
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