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Zwei Säulen der Gesundheit

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Älterer Herr beim Gerätetraining

Muskuloskeletale Fitness und aerobe Fitness

Ausdauertraining hat zu Recht einen guten Ruf und ist bekannt als Gesundheitssport. Muskuloskeletale Fitness hingegen scheint eher ein unbekannter Begriff zu sein und scheint wesentlich seltener mit Gesundheit in Verbindung gebracht zu werden. Dies entspricht jedoch nicht der Realität des aktuellen Wissens.

Unter muskuloskeletaler Fitness versteht man die Leistungsfähigkeit bzw. Belastbarkeit des gesamten Bewegungsapparates, zu dem u.a. die Muskeln, Bänder, Gelenke und Knochen gehören. Aufmerksam wurde man auf diese Form der Fitness im Vergleich zur Ausdauer-Fitness, als in Trainings-Studien ein zunächst erstaunlicher Effekt registriert wurde: Obwohl sich bei einigen Teilnehmern nach einem Trainingsprogramm die Ausdauerleistungsfähigkeit nicht verbessert hatte, sank die Häufigkeit einer Reihe von Erkrankungen. Im Endeffekt wird dieses Ergebnis mittlerweile so interpretiert, dass körperliche Aktivität bereits ohne eine Verbesserung der Kondition zu einer Verbesserung im Bereich der Muskeln und Knochen führt.

Dies ist naturgemäß von besonderer Bedeutung für ältere Menschen, die aufgrund einer körperlichen Einschränkung kein Konditionstraining durchführen können. Studien haben gezeigt, dass bereits eine ausgeprägte Muskelkraft den Schutz vor Zucker, Herz-Kreislauferkrankungen, Arthritis und einigen Lungenerkrankungen erhöht. Besonders zu profitieren scheinen Menschen, die an der Grenze zur intensiven Betreuungs-Abhängigkeit leben.

Die Vorteile der Ausdauerfitness sind vielfältig: Es verbessern sich die Zusammensetzung der Blutfette, der Zuckerstoffwechsel, die Insulin-Empfindlichkeit der Zellen, der Blutdruck, der vegetative Tonus, die Entzündungsneigung, die Blutgerinnung, die Funktionalität der Gefäße und vieles mehr.

Doch wie viel Bewegung ist optimal. Auch hier gibt es Hinweise auf geradezu schon mathematischer Basis: Eine zusätzlicher Energieverbrauch von mehr als 2000 kcal pro Woche wurde in einer Studie mit einem Gewinn von 1-2 Jahren ab dem 80. Lebensjahr verbunden. Viele Organisationen empfehlen ein Minimum des Energieverbrauchs durch körperliche Aktivität von 1000 kcal pro Woche.

Die Zusammenfassung ist einfach: Es gibt kaum eine gesündere Art, seine Zeit zu verbringen, als während eines ausgewogenen Sport-Trainings.

Literatur

Literatur

  • Physical activity and cardiovascular health. NIH Consensus Development Panel on Physical Activity and Cardiovascular Health. JAMA 1996
  • Health benefits of physical activity. Warburton et al. CMAJ 2006
  • Exercise training in patients with chronic heart failure improves endothelial function predominantly in the trained extremities. Kobayashi et al. Circ J 2003
  • Effect of exercise on upper and lower extremity endothelial function in patients with coronary artery disease. Gokce et al. Am J Cardiol 2002
  • Physical activity in prevention and treatment of coronary disease: the battle line is in exercise vascular cell biology. Laughlin et al. Med Sci Sports Exerc 2004

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